Reviews: Sabine Gruber |
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Ebenso unprätentiös
wie gekonnt verfährt Sabine Gruber im vorliegenden Roman. Die Zeiten
werden gewechselt, die Perspektiven; Personen mit ihren Lebensinszenierungen
kommen vor, und doch und dennoch zieht sich ein thematischer Faden wie
ein dickes Seil durch das Buch. Wir können ihn nicht abschütteln. |
Reviewed by Petra Ganglbauer, 20 May 2003 |
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Sabine Grubers neuer Roman erzielt seine besondere Qualität aus dem Zusammenwirken von Geschichtsaufarbeitung, historischem Bewusstsein und einer besonderen Atmosphäre – die vor allem dann wirksam wird, wenn die Autorin akribische Naturschilderungen einsetzt, um innerseelische Prozesse zu spiegeln. Dazwischen werden historische und persönliche Ereignisse situativ, topografisch oder aber auch erinnernd festgehalten. Besonders erwähnenswert sind die aufgeladenen Bewusstseinswiedergaben. Sie muten bisweilen synästhetisch an. Dicht erzählt die Autorin über die Geschichte Südtirols, die Resistenza und den deutsch-italienischen Faschismus. Es geht aber auch um Liebe, Enttäuschung, Unterdrückung in einem ganz persönlichen Rahmen: Stillbach, ein fiktionales Dorf in Tirol fungiert dabei als Ausgangsort. Emma geht 1938 nach Rom, um als Zimmermädchen in einem Hotel zu arbeiten; sie heiratet schließlich dort ein. Ines, ebenfalls aus Stillbach, die 1978 in demselben Hotel in den Ferien jobt, schreibt Jahre später deren Geschichte nieder. Parallel oder auch immanent wird auch das politische Geschehen in Rom 1944 und 1978 aus der Sicht Emmas und Ines' aufgezeigt. Ein empfehlenswertes Buch! |
Reviewed by Petra Ganglbauer, 27 September 2011 |
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